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Einsatzberichte / Mitteilungen
28.06.2017
Quelle:  Team Christoph 17

Neues Kalenderbild für Juli 2017 im Downloadbereich

In unserem Downloadbereich in der Bildergalerie unserer Website mit monatlich wechselnden Kalenderblättern steht das Bild für den Monat Juli 2017 zum Download bereit.

Die Bilder zeigen Eindrücke und Motive aus unserer Geschichte und unserem aktuellen Flugbetrieb. Die Bilder stehen in den Grössen 1024x768, 1600x900 und 1900x1080 im JPG-Format zum Download bereit. Die Bilder unterliegen grundsätzlich dem Urheberrecht und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt und zugelassen. Wir wünschen unseren Besuchern viel Freude an unserer Bildauswahl.

Zum Download Kalenderblatt für Juli 2017
   
 
  Bildnachweis: © team christoph17.de
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22.05.2017
Quelle:  Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung/ Team Christoph 17

Schwerer Unfall auf B308 zwischen Oberjoch und Riedberg

Auf der B308 ist es am frühen Sonntagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei prallte ein 43-jähriger Motorradfahrer mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.

Nach Angaben der Polizei kam der Mann kurz vor der Grenze mit seiner Maschine ins Rutschen, streifte einen entgegenkommendes Fahrzeug und kollidierte dann frontal mit einem nachfolgenden Auto. Das Motorrad wurde in eine angrenzende Wiese geschleudert. Der Motorradfahrer aus dem Unterallgäu zog sich schwere Verletzungen zu. Er musste von dem Rettungshubschrauber Christoph 17 in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Autofahrer blieben unverletzt.

An der Maschine entstand Totalschaden. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf rund 15.000 Euro. Die B308 war an der Unfallstelle zeitweise nur einseitig befahrbar. Zur Klärung der genauen Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft einen Gutachter hinzugezogen.

Neues Kalenderbild für Juni 2017 im Downloadbereich

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23.04.2017
Quelle:  Team Christoph 17

Neues Kalenderbild für Mai 2017 im Downloadbereich

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  Bildnachweis: © team christoph17.de
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08.03.2017
Quelle:  Christoph 17

Christoph 17 absolviert seinen 50.000. Einsatz

Der Piepser ertönt im Hangar des Rettungshubschraubers Christoph 17 in Durach. Der 50.000. Einsatz seit Indienststellung im September 1980.

Einsatzpilot Polizeihauptkommissar Thomas Kern, Notarzt Nico Felder und Rettungsassistent Robert Reichart eilen zur Maschine. Ihre Einsatzmeldung. Hilferuf aus dem Bereich Siplingerkopf im Gunzesrieder Tal. 2 Minuten nach dem Alarm hebt die Maschine vom Typ Eurocopter H 135 in Richtung Süden ab.

Was war passiert. Ein Einheimischer begeisterter und erfahrener Bergwanderer nutzt den sonnigen Nachmittag um mit seinem Hund den Siplingerkopf im Gunzesrieder Tal, ein Teilstück der Nagelfluhkette, zu besteigen.

Aufgrund von Neuschnee kommt der Wanderer beim Abstieg vom richtigen Weg ab. Der Abstieg wird immer steiler. Der Hund bleibt stehen, er traut sich nicht mehr weiter. Ein Aufstieg erscheint zu gefährlich, der weitere Weg ins Tal als die sichere Variante. Dann passiert es, der Wanderer gerät ins Rutschen. Nach ca. 70 Meter kommt er Gott sei Dank zum Liegen. Ein paar Meter weiter und ein Absturz über ein noch viel steileres Gelände wäre nicht mehr zu vermeiden gewesen. Multiple Prellungen und Schürfwunden sind die Folge. Bis dahin alles relativ gut gegangen. Der Verunfallte ruft seinen Hund zu sich, der auf allen Vieren den steilen Abhang herunterrutscht und sich ängstlich an sein Herrchen drückt Ein Blick auf das Handy zeigt, er hat Empfang und setzt einen Notruf über die 112 ab.

Der Verunfallte trägt eine knallgelbe Winterjacke und hofft, dadurch aus der Luft besser gesehen zu werden. Die Maschine kreist wenige Minuten nach dem Start über der vermuteten Unfallstelle, kann den Mann in dem zerklüfteten Gelände aber nicht sofort entdecken. Die neue Technik macht es möglich. Der Mann lotst die Maschine über die telefonische Verbindung mit der Integrierten Leitstelle zu seiner Position.

Der erfahrene Einsatzpilot sieht sofort, es wird eine anspruchsvolle Rettung, die den Einsatz des Rettungstaus notwendig macht. Er landet die Maschine im Tal. Die Besatzung bereitet sich auf die Taubergung vor. Nicht benötigte Ausrüstungsgegenstände werden ausgeladen, um das Gewicht der Maschine auf ein Minimum zu reduzieren. Die benötigte Seillänge wird auf rund 40 Meter geschätzt. Nach Aussagen des Verunfallten ist der Einsatz des Notarztes nicht erforderlich.

Die Maschine startet mit 2 Bergwachmännern, die oberhalb des Unfallortes abgesetzt werden, um sich zu dem Verletzten abzuseilen. Die Zeit, bis die Bergretter beim Verletzten eintreffen, nützt der Pilot, um die Maschine am Klinikum in Immenstadt zu betanken.

Erneut startet die Maschine Richtung Einsatzstelle. Dort geht der Pilot in den Schwebeflug und nimmt einen Bergretter, den Verletzten sowie seinen Hund mit dem Rettungstau auf und setzt sie sicher im Tal neben dem Bergwacht-Einsatzfahrzeug ab. Notarzt Dr. Felder nimmt den offensichtlich Leichtverletzten in Augenschein. Im Einsatzfahrzeug kann sich der Gerettete aufwärmen. Mit einem erneuten Anflug wird der 2. Bergretter ebenfalls per Tau von der Einsatzstelle abgeholt.

Der Verletzte kommt mit dem Bergwachfahrzeug zur Untersuchung in die Klinik Immenstadt. Nur Prellungen und Schürfwunden, Glück gehabt.

Die Maschine wird wieder aufgerüstet und startet einsatzklar Richtung Durach. Der 50.000 Einsatz wurde zum Anlass genommen, dass alle Beteiligte den Einsatz aus ihrer Sicht schildern können.

Den Patient, Christian Lacher aus Sonthofen, selbst Rettungssanitäter beeindruckte die ruhige professionelle Hilfe aller Einsatzkräfte, kein Vorwurf – „wie kann man nur…“ Er macht sich selber Vorwürfe. „Ich habe eine komplette Ausrüstung vom Seil bis zum Steigeisen, aber leider zu Hause. Das brauche ich bei der leichten Tour nicht.“ Sein Resümee ist möglichst gut sichtbare Kleidung zu tragen, sowie unbedingt wärmende Sachen wie Mütze, Handschuhe und zur Isolation vielleicht eine Rettungsdecke mitzuführen. Auch im Sommer kann es durch einen Wettersturz schnell sehr kalt in den Bergen werden. Ganz wichtig, ein funktionierendes Mobiltelefon und zuhause Bescheid zu sagen, wo man hingeht. Es hat sich wieder bewiesen, alpines Gelände erfordert einen gewissen Respekt. „Ich hatte ein riesen Glück – Gott sein Dank hab ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und bin stehen geblieben und hab Hilfe geholt“. „Wichtig ist es, das man sich möglichst bald bemerkbar macht. Hier hilft unter Umständen eine gute Lampe z.B. eine Stirnlampe, die auch tagsüber gesehen werden kann“. Pilot, Notarzt und Rettungsassistent waren sich einig. Die regelmäßigen Trainings mit dem Rettungstau sorgen für Sicherheit bei den schwierigen Einsätzen in den Bergen.

Bild von links: Dr. Nico Felder, Christian Lacher, Thomas Kern, Robert Reichart
   
 
  Bildnachweis: Rainer Bumann
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