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Einsatzberichte / Mitteilungen
16.11.2002
Quelle:  Rudolf Gantner, Stellvertretender Vorsitzender Landesausschusses Bergwacht Bayern

Am 16. November 2002 wurden den Betreibern bzw. den fliegenden Besatzungen der Bundeswehr, der Polizei, des Bundesgrenzschutzes, des ADAC und der Deutschen Rettungsflugwacht das Grüne Kreuz für besondere Verdienste in der Gebirgsluftrettung verliehen. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Alpenvereins in Friedrichshafen von Rudolf Gantner, Stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern, vergeben.

Jahreshauptversammlung DAV – Grünes Kreuz

Laudatio zur Verleihung des "Grünen Kreuzes"- für besondere Verdienste um die Bergrettung

Die intensivste Veränderung in der Bergrettung seit Beginn des Bergsportes wurde durch die Erfindung des Hubschraubers eingeleitet.

Musste früher der Bergretter lange und risikoreiche Aufstiege durchführen, um zum Patienten zu kommen, musste oftmals über einen langen Zeitraum und mit hohem Personaleinsatz nach der Unfallstelle gesucht werden und musste der Patient oftmals sogar über Tage hinweg abtransportiert werden, so kann heute, bei guten Wetter und Sichtbedingungen, mit Hilfe des Hubschraubers eine Ortung und Bergung der Verunfallten in einem sehr kurzen Zeitraum und mit kalkulierbarem Risiko bewältigt werden.

Die sehr gut ausgebildeten fliegenden Besatzungen der Bundeswehr, der Polizei, des Bundesgrenzschutzes, des ADAC und der Deutschen Rettungsflugwacht unterstützen die Bergwacht Bayern bei ihren jährlich etwa 10.000 Einsätzen fast 600 mal.

Verschiedene von Ihnen werden das, oftmals beruhigende, Geräusch der Hubschrauberrotoren nach einem abgesetzten Notruf kennen, das hoffnungsvolle Gefühl, dass die dringend benötigte Hilfe in kurzer Zeit am Einsatzort eintrifft.

Diese Hilfe ist nur aufgrund des intensiven Engagements der Luftrettungsbetreiber für die Bergrettung möglich.

Neben den kostenintensiven Sonderanlagen, die an den Hubschraubern für die Winden- und Taubergungen angebracht sind müssen viele Ressourcen in die tägliche Ausbildung investiert werden, um das Zusammenspiel zwischen Bergrettung und Luftrettung so zu optimieren, dass im Einsatzfall nur das in der Luft und im alpinen Gelände nicht vermeidbare Restrisiko besteht.

Seit der Einführung der Luftrettung in den 70er Jahren wurden gemeinsam unzählige verunfallte Bergsteiger gerettet. Um den Begriff "unzählige" greifbar zu machen möchte ich die Zahl 15.000 für den bayerischen Einsatzbereich nennen.

Leider haben, trotz des optimalen Risikomanagements, in der alpinen Rettung, bei Flugunfällen, mehrere Mitglieder der fliegenden Besatzungen ihr leben verloren.

Diesen tödlich verunfallten Frauen und Männern wollen wir bei dieser Gelegenheit gedenken!

Gerade im Hinblick auf Ihr Engagement in der risikoreichen Gebirgsluftrettung ist es mir eine besondere Freude, dass Ihnen heute durch den DAV das "Grüne Kreuz" für besondere Verdienste um die Bergrettung verliehen wird.

Ich bedanke mich im Namen der geretteten Bergsteiger und im Namen der gesamten Bergwacht Bayern für Ihre Leistungen und wünsche Ihnen und uns eine unfallfreie und lebensrettende Zusammenarbeit.
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06.11.2002
Quelle:  K. Bischoff und A. Kopietz

Rettungs-Hubschrauber zerschellt auf Maisfeld

Kopilot verunglückt tödlich beim Absturz / Notfallpatient stirbt auf dem Weg zur Klinik im Auto

Der einzige Ambulanzhubschrauber für Berlin und Brandenburg ist in der Nacht zu Montag bei Pritzwalk im Norden Brandenburgs abgestürzt. Dabei kam der 53-jährige Kopilot ums Leben. Der Pilot, der Notarzt und die Rettungssanitäterin überlebten den Absturz schwer verletzt.

Der Intensivtransporthubschrauber vom Typ Bell 412 HP war am Sonntag gegen 21.45 Uhr vom Flughafen Tempelhof gestartet. An Bord zwei Piloten der HDM-Flugservice GmbH und zwei Mediziner des Arbeiter-Samariter-Bundes. Sie sollten in Pritzwalk einen 70-jährigen Notfallpatienten aufnehmen. Dieser sollte schnellstmöglich im Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum an einem lebensgefährlichen Aorta-Riss operiert werden.

Der Krankenwagen mit dem Patienten stand neben der Startbahn bereit, als die Maschine gegen 22.15 Uhr über dem Rollfeld des zwei Kilometer nördlich von Pritzwalk gelegenen Flugplatzes zu hören war. Nach Angaben der Feuerwehr geriet der Helikopter ins Trudeln und stürzte ab. Die Maschine zerschellte etwa 30 Meter neben dem Flugplatz auf einem Maisfeld und fing Feuer. Augenzeugen berichten, dass der Hubschrauber den Boden berührt und sich überschlagen habe. Dann sei er explodiert. Bis auf den Kopiloten konnten sich die anderen drei Insassen aus dem brennenden Wrack selbst befreien.

Die Ursache des Unglücks steht noch nicht fest. Bisher konnten die Überlebenden nicht befragt werden. Sie stehen unter Schock. Unklar ist, ob die Sicht des Piloten durch Nebel erschwert wurde. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hat die Ermittlungen übernommen. "Bisher ist nur klar, dass der Hubschrauber aus geringer Höhe abgestürzt ist", sagt Jörg Schöneberg von der BFU. Von einem Notruf sei nichts bekannt. Der Unglückshubschrauber hatte keinen Flugschreiber an Bord. Die Bell 412 HP gilt unter Experten als sicher. 25 Stunden zuvor war die Unglücksmaschine gewartet worden.

Der 44-jährige Pilot Volker N. und sein Kopilot Detlef W. galten als äusserst erfahren beim Fliegen von Hubschraubern. "Jeder von ihnen hat mehr als 10 000 Flugstunden im Helikopter verbracht", sagt Thomas Münsterer, der Chef der HDM Flugservice GmbH, der die Unglücksmaschine gehörte. Beide Piloten verfügten über eine Instrumentenflugberechtigung und reichlich Nachtflugerfahrung. Auch der Flugplatz war den Piloten nicht neu. "Sie sind Pritzwalk öfter angeflogen", so Münsterer. Noch am Sonntagnachmittag war die Besatzung mit dem Hubschrauber bei einem Unfall auf der Autobahn A 9 im Einsatz. "Der Pilot hatte zuvor zwei Tage frei, war also ausgeruht", sagte Münsterer. Für den Notfallpatienten kam jede Hilfe zu spät. Er wurde mit einem Rettungswagen nach Potsdam gebracht. Dort starb er, weil er nicht mehr rechtzeitig operiert werden konnte.

Mit dem Absturz des Intensivtransporthubschraubers verlieren die Kliniken Berlins und Brandenburgs vorübergehend ihre einzige fliegende Intensivstation. Durchschnittlich zweimal am Tag war die Maschine im Einsatz. Bereits am Mittwoch soll ein neuer Helikopter in Dienst gestellt werden. Die HDM Flugservice GmbH will den Hubschrauber aus Nürnberg holen.

Der getötete Kopilot hinterlässt eine Frau und einen erwachsenen Sohn. Der beim Absturz verunglückte 39-jährige Arzt Joachim G., der bis vor kurzem im UKB gearbeitet hat, wird dort jetzt von seinen ehemaligen Kollegen behandelt. Er liegt auf der Abteilung für Brandverletzte. Sein Zustand wurde als ernst beschrieben, doch sei er auf dem Wege der Stabilisierung. Pilot Volker N. und Rettungsassistentin Heike K. liegen mit Knochenbrüchen und Verbrennungen im Krankenhaus Pritzwalk.
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28.10.2002
Quelle:  Kempten (mun).

5000 Mal als Retter in der Luft

Kemptener „Christoph 17“-Pilot Hans Burger feiert ein besonderes Jubiläum

Die Meldung ging von der Rettungsleitstelle über Funk ein: „Schwerverletzter Waldarbeiter im Hintersteiner Tal.“ Es war ein Routineeinsatz und doch für den Piloten ein ganz besonderer. Denn vor einigen Wochen hat der Kemptener Hans Burger seinen 5000. Rettungseinsatz geflogen. Der 46 Jahre alte Bundesgrenzschutz (BGS)-Pilot ist Chef des in Kempten stationierten Rettungshubschraubers „Christoph 17“.Früher wurden sämtliche Einsätze in Flugbücher eingetragen, heute landen die Daten im Computer. 15 000 Helikopter-Flüge insgesamt sind es bei Hans Burger, darunter 5000 Luftrettungseinsätze. Wie viele Menschen der im Steigerwald gebürtige Pilot gerettet hat, das weiss er selbst nicht genau. Doch dass er als Pilot in besonderem Masse helfen kann, das motiviert den Polizei-Hauptkommissar nach eigenen Angaben jeden Tag neu. Klar, der Job ist nicht ungefährlich. Das zeigte auch der Absturz von „Christoph 17“ 1995 bei einem Einsatz nahe Balderschwang, als ein anderer Pilot ums Leben kam und Notarzt sowie Rettungssanitäter schwer verletzt wurden.

„Nach der Mittleren Reife bin ich 1975 zum Bundesgrenzschutz nach Coburg gegangen“, schildert Burger seinen beruflichen Werdegang. Drei Jahre später habe er dann mit dem Hubschrauber-Lehrgang begonnen. Im Juni 1981 flog er seine ersten Rettungseinsätze. „Manche Bilder gehen einem nicht mehr aus dem Kopf“, sagt der Pilot über den Job als Rettungsflieger. Beispielsweise ein schwerer Unfall auf der A8 bei München mit zwei bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen. Oder ein nächtlicher Einsatz nach einem Lawinenabgang im Hochvogel-Gebiet mit einem Toten 1989 und ein weiteres Lawinenunglück mit vier getöteten Skitourengehern nur zwei Tage später. Leitender Stationspilot in Kempten ist Burger seit 1985. Doch hin und wieder fliegt er als Pilot der BGS-Fliegerstaffel Süd auch andere Maschinen. Zum Beispiel dann, wenn er zur Kontrolle der deutschen Ostgrenzen abgeordnet wird oder zum Transport von Polit-Prominenz. So hat Burger unter anderem schon Altkanzler Kohl geflogen, die CDU-Vorsitzende Merkel, Umweltminister Trittin oder den früheren Finanzminister Theo Waigel. „Kempten ist eine der innovativsten Rettungshubschrauber-Stationen“, ist Burger überzeugt und betont im gleichen Atemzug: „Das ist ein Verdienst des gesamten Teams“. Führend war die „Christoph 17“- Mannschaft beispielsweise bei der Einführung neuer Suchsysteme für Lawinenunfälle.

Burger und seine Mannschaft waren vergangenes Jahr mit dem Hans-Dietrich-Genscher-Preis der Johanniter-Unfall-Hilfe ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Hilfsorganisation die Leistungen der Mannschaft bei einem spektakulären Rettungseinsatz nach einem Tauchunfall im Rottachsee. Aus dem gesamten Rettungssystem im Allgäu ist der Hubschrauber heute nicht mehr wegzudenken. Laut Statistik ist die Zahl der Einsätze seit der Stationierung von Christoph 17 im September 1980 kontinuierlich angestiegen, auf etwa 1600 bis 1700 in den vergangenen Jahren. Etwa 60 Prozent aller Hilfsflüge gelten akuten Erkrankungen, die restlichen 40 Prozent sind Rettungseinsätze nach Unfällen. Ein Viertel sämtlicher Alarmierungen kommt aus den Bergen nach Wander und Skiunfällen oder Herz-Kreislauf-Problemen.
   
 
  Bildnachweis: Christoph 17
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24.10.2002
Quelle:  Christoph 17

Bergwacht rettet verletztes Mädchen aus Schlucht

Eine Schulklasse aus Sigmaringen nutzte den schönen Herbsttag für eine Flusswanderung entlang der Starzlach, oberhalb der Klamm. Dabei rutschte ein Mädchen beim Übersteigen eines Felsblockes aus und viel ins kalte Wasser, wobei sie sich eine sehr schmerzhafte Verletzung am Bein zuzog.

Die Männer der wenig später alarmierten Bergwacht Sonthofen versorgten das Mädchen vorort zusammen mit der Besatzung des Hubschraubers Christoph 17. Aufgrund des schwierigen Geländes war eine Bergung mit dem Hubschrauber nicht möglich. Mit Hilfe von Seilen und Gebirgstrage konnte das Mädchen auf eine Lichtung oberhalb der Schlucht transportiert werden. Von hier wurde sie mit dem Hubschrauber abtransportiert.
   
 
  Bildnachweis: Christoph 17
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13.09.2002
Quelle:  Christoph 17

Wanderer (78) verbringt die Nacht am Gleitweg

Wieder musste die Bergwacht Oberstdorf zwei Wanderer mit dem in Kempten stationiertem RTH Christoph 17 aus steilem Gelände bergen. Wobei ein Senior zuvor sogar die ganze Nacht am Gleitweg verbracht hatte und erst am nächsten Tag von anderen Bergsteigern gefunden wurde.

Als die Wanderer am Freitag vom Nebelhorn zum Gleitweg unterwegs waren, fiel ihnen ein Mann auf, der einen verwirrten Eindruck auf sie machte. Dieses ungewöhnliche Verhalten meldeten sie an die Rettungsleitstelle weiter. Der angeforderte Rettungshubschrauber konnte jedoch wegen des steilen Geländes nicht landen und setzte einen Bergwachtmann ab. Nun stellte sich heraus, dass der 78-jährige die Nacht auf 1700 Metern Höhe im Freien verbracht hatte. Der erschöpfte Mann wurde mit dem Bergetau aus seiner misslichen Lage befreit.

Und schon am frühen Nachmittag war die Hilfe der Bergwacht erneut gefragt. Diesmal hatte sich ein 60-Jähriger, der mit einer achtköpfigen Gruppe am Eissee unterwegs war, eine offene Verletzung am Knie zugezogen. Dabei war es "Glück im Unglück, dass an dieser Stelle nicht mehr passiert ist", so der Einsatzleiter Andreas Tauser. Weil der Hubschrauber in der exponierten Lage nicht landen konnte, musste auch dieser Wanderer mit dem Bergetau in Sicherheit gebracht werden.
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