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Einsatzberichte / Mitteilungen
28.12.2020
Quelle:  Team Christoph 17

Neues Kalenderbild für Januar 2021 im Downloadbereich

In unserem Downloadbereich in der Bildergalerie unserer Website mit monatlich wechselnden Kalenderblättern steht das Bild für den Monat Januar 2021 zum Download bereit.

Die Bilder zeigen Eindrücke und Motive aus unserer 40-jährigen Geschichte und unserem aktuellen Flugbetrieb. Die Bilder stehen in den Grössen 1024x768, 1600x900 und 1920x1080 im JPG-Format zum Download bereit. Die Bilder unterliegen grundsätzlich dem Urheberrecht und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt und zugelassen.

Das Team von Christoph 17 wünscht allen Besuchern einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr 2021. Wir freuen uns, Sie auch im neuen Jahr wieder auf unserer Website begrüssen zu dürfen.

Zum Download Kalenderblatt für Januar 2021
   
 
  Bildnachweis: © christoph17.de
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18.12.2020
Quelle:  Team Christoph 17

Unser Stations-Kalender für 2021 ist erschienen

Pünktlich zum Jahreswechsel ist unser Stations-Kalender für das Jahr 2021 erschienen und kann in unserem Shop bestellt werden.

Der Kalender im DIN A4 Querformat mit Spiralbindung enthält 13 Bilder mit Motiven rund um unsere Station aus den letzten 40 Jahren der Luftrettung für das Allgäu.

Zum Shop Christoph 17
   
 
  Bildnachweis: © team christoph17.de
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28.11.2020
Quelle:  Team Christoph 17

Neues Kalenderbild für Dezember 2020 im Downloadbereich

In unserem Downloadbereich in der Bildergalerie unserer Website mit monatlich wechselnden Kalenderblättern steht das Bild für den Monat Dezember 2020 zum Download bereit.

Die Bilder zeigen Eindrücke und Motive aus unserer Geschichte und unserem aktuellen Flugbetrieb. Die Bilder stehen in den Grössen 1024x768, 1600x900 und 1920x1080 im JPG-Format zum Download bereit. Die Bilder unterliegen grundsätzlich dem Urheberrecht und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt und zugelassen. Wir wünschen unseren Besuchern viel Freude an unserer Bildauswahl.

Zum Download Kalenderblatt für Dezember 2020
   
 
  Bildnachweis: © helipictures.de
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11.11.2020
Quelle:  Team Christoph 17 / kreisbote.de

Abschied nach zusammen 120 Jahren im Dienst des Rettungshubschraubers

Vier Notfallmediziner nehmen Abschied von Christoph 17

„Einweihung der Station durch Innenminister Baum. Während der Einweihungsfeierlichkeiten erfolgte der erste Luftrettungseinsatz mit der Besatzung Hermann Wegener, Dr. Dietrich Wörner und Manfred Wille.“ So steht es unter dem Datum des 16. September 1980 in der Chronik des Rettungshubschraubers Christoph 17 (www.christoph17.de), der einen Tag zuvor zum ersten Mal an der Luftrettungsstation am Klinikum (damals noch Stadtkrankenhaus) in Kempten gelandet war. Über 30 Jahre lang war er dort stationiert, bevor er am 1. Mai 2012 in die Interimsstation am Flugplatz Durach umziehen musste. Im Dezember 2018 schließlich konnte der Hangar am jetzigen Standort in Durach nach sechs Jahren Planungs- und einem Jahr Bauzeit eingeweiht werden. Prinzipiell wird von dort aus ein Radius von rund 50 Kilometern abgedeckt. Auf zusammen 120 Dienstjahre im Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 17 bringen es vier Notfallmediziner, die sich diesem Dienst mit Leib und Seele verschrieben haben bzw. hatten: Nikolaus Felder, Ernst Horling, Gerhard Zipperlen und Lutz Menthel. Sie sehen die Zeit gekommen, Platz für den Nachwuchs zu machen.

Die Erinnerungen sprudeln während des gemeinsamen Gespräches nur so heraus und reichen von Fachtermini bis Anekdoten. Anders als zu seinem Einstieg beim Rettungshubschrauber, sei die „Zahl der Bewerber hoch“, um die jetzt frei werdenden Posten neu zu besetzen, sagt Menthel. Felder erinnert sich, dass er 1983 bei seiner Einstellung am Klinikum sogar unterschreiben musste, dass er auch Dienst im Rettungshubschrauber machen werde. Zustimmung erntet Zipperlen, als er von den wahrlich abenteuerlich anmutenden Anfängen im Rettungshubschrauber erzählt. „Am Anfang sind Teams im weißen Kittel und Sandalen in die Berge geflogen“, später dann immerhin in etwas festeren Maler-Overalls, denn „es gab keine Dienstkleidung“. So seien auch einfach Bundeswehr-Helme an sie weitergereicht worden. Leicht spöttisch erinnert sich Felder an die weiblichen Einsatzkräfte, die gelegentlich „in Pumps und im Sommerkleid“ mitgeflogen seien, und „bei Regen nicht aussteigen wollten“. Alles Schnee von gestern. „Vieles war noch Pionierarbeit“, sind sich die Vier einig, inzwischen „hat sich die Luftrettung schon sehr professionalisiert“.

„Notfallmedizin hat mich immer interessiert.“ Ernst Horling über die Motivation so lange dabeizubleiben.

So sei früher zum Beispiel die Versicherungsfrage während der Einsätze unklar und auch „die Denke“ der Ärzte eine andere gewesen, nach der in der Regel der Einsatz eines Sankas ausreichend gewesen sei, erklärt Felder. Für gemischte Gefühle in der Ärzteschaft dürfte auch die Tatsache gesorgt haben, dass der Dienst im Hubschrauber einst unter Krankenhaustätigkeit gefallen ist (seit 1993 Nebentätigkeit mit pauschaler Abrechnung über das Rote Kreuz) und z.B. ein Chirurg, der rausgeflogen sei, habe in der Zeit nicht operieren können. Und wie herauszuhören ist, gilt auch der weibliche Teil der Crew, unter anderem mit den Notfallmedizinerinnen Dagmar Strauß (Chefin Flugdienst) und Henrike Renz, längst als Kolleginnen auf Augenhöhe und in Führungspositionen. Professionalisiert hat sich auch die Qualifikation der insgesamt 16 Ärzte, die an Christoph 17 tätig sind. „Verpflichtend ist zum Beispiel die Schulung für den Einsatz am Bergtau mit Winde, unabdingbar in der Luftrettung ohne Landemöglichkeit“, erklärt Zipperlen. Diese sei, so die einhellige Ansage, ganz anders als es in Fernsehserien wie „Die Bergretter“ dargestellt werde; oder wie Menthel es formuliert: „Da kann ich nur auf den roten Knopf drücken“.

„Am Anfang sind Teams im weißen Kittel und Sandalen in die Berge geflogen.“ Gerhard Zipperlen zu den Anfängen der Luftrettung in Kempten.

Früher habe es „keine strukturierte Ausbildung gegeben“, wogegen man heute vorab schon rund 180 Stunden mit dem Notarzt gefahren sein müsse. „Leidenschaft“ für die Arbeit, „Wir-Gefühl“ und auch das Privileg die Landschaft immer wieder aus der Luft sehen zu können, sind wohlklingende Motivationsfaktoren für die vier Lebensretter. Dahinter steckt ein Knochenjob – körperlich und auch seelisch. So ist es mit den Landemöglichkeiten zwar oft unproblematisch, aber oft genug auch nicht. „Man wird möglichst nah an den Einsatzort gebracht und muss dann schauen, wie man zur Unfallstelle kommt“, hat Menthel Geschichten von endlos scheinendem „Heli-Walking“ parat. So zum Beispiel ein Vorfall, bei dem Patientin und Arzt wegen zwischenzeitlich aufgekommenem Nebel nicht mehr geholt werden konnten und dann zusammen mit dem Notfallteam der Bergwacht bei strömendem Regen zu Fuß das Tal erreichen mussten. Im Fall des Falles steht bei seelischer Belastung das Kriseninterventionsteam (KIT) zur Stelle. Oft sind es aber die Kameraden, mit denen über belastende Situationen gesprochen wird. Besonders eine tragische Geschichte ist Menthel im Gedächtnis geblieben: als zwei Kinder von einem Traktor überrollt wurden. Das sei einer der Momente gewesen, in denen er an die Beendigung seines Luftrettungsdienstes gedacht habe.

„Da kann ich nur auf den roten Knopf drücken.“ Lutz Menthel über TV-Serien wie „Die Bergretter“.

Ähnliche Erfahrungen haben sie alle gemacht. Zwei Tage Einsatz pro Monat ist für die Ärzte das Minimum und ausreichend für die Einsatzpraxis. Zipperlen hat seiner Rechnung nach inzwischen insgesamt gut „730 Tage am Hangar verbracht“. In dieser Zeit gab es auch zwei Einsätze, die außertourlich waren: Als der Papst eine Messe in Regensburg gehalten hat, „war ich als ärztlicher Betreuer dabei“ und wie auch sein Kollege Menthel bei der Skiflug-WM in Oberstdorf. Nicht nur für Felder ist aber eines ganz klar: „Alleine sind wir gar nichts.“ Alles gehe nur im Team und mit den vielen Leuten, die an der Basis ihre Arbeit machen. Seinen Hut bereits genommen hat Nikolaus Felder, der es auf 35 Jahre als Christoph 17-Arzt bringt. Der 69-jährige Internist, Intensiv- und Notfallmediziner hat sich zudem in den Ruhestand verabschiedet, was ihn nicht davon abhält weiterhin im Rettungsdienst aktiv zu sein. In wenigen Wochen verabschieden sich auch seine drei Kollegen aus dem Christoph-17-Team.

„Alleine sind wir gar nichts.“ Nikolaus Felder zur Bedeutung des gesamten Teams.

Der Viszeralchirurg Ernst Horling (62) war von 1986 bis 1994 am Kemptener Klinikum, bevor er als leitender Oberarzt nach Kaufbeuren wechselte. Über 30 Jahre ist er inzwischen als Arzt im Rettungshubschrauber unterwegs und Kempten dadurch weiterhin verbunden geblieben, nicht zuletzt weil ihn „Notfallmedizin immer interessiert“ habe. Im 32. Dienstjahr verabschiedet sich Gerhard Zipperlen vom Dienst im Rettungshubschrauber. Der 64-jährige Anästhesist und Leiter des Medizin-Controllings für den Klinikverbund Allgäu und das Klinikum Kempten hat eben die coronabedingt wiederbelebte Stelle des Koordinators für die Kliniken übernommen. Und als Vierter im Bunde verlässt Lutz Menthel, Facharzt für Chirurgie, nach 22 Jahren das Hubschrauberteam.
   
 
  Bildnachweis: © kreisbote.de
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17.07.2020
Quelle:  Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)/Team Christoph 17

Zivilschutz-Hubschrauber heben 800.000 Mal ab

BBK-Präsident Unger: Ohne Unterstützung aus der Luft ist Zivilschutz nicht komplett

Im Jahr 2020, in dem die zivile Luftrettung in Deutschland 50 Jahre alt wird, haben die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes ihren 800.000. Einsatz geflogen. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, hat dieses Ereignis heute zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Aufgabe der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Bei dem Termin in Bonn war auch der Junge dabei, zu dessen Rettung ein Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes zu dem Jubiläumsflug abgehoben hatte.

Der Einsatz, den der in Hannover stationierte Christoph 4 am 16. April 2020 flog, war in mehrfacher Hinsicht besonders. Die Leitstelle hatte ein verletztes Kind in einem unübersichtlichen Waldstück gemeldet. Der Zivilschutz-Hubschrauber mit Piloten, Notfallsanitäter und einer Notärztin an Bord musste das Kind erst suchen.

ZSH verfügen über Spezialfähigkeiten

Der Bund verfügt über eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern (ZSH). Die in erster Linie für den Zivilschutz, das heißt den Einsatz in einem Spannungs- oder Verteidigungsfall, vorgehaltenen ZSH starten von zwölf Luftrettungszentren aus ganze Deutschland aus und leisten einen wichtigen Beitrag für den Bevölkerungsschutz: Sie verfügen über Spezialfähigkeiten und sollen Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportieren, Schadensstellen erkunden und überwachen oder etwa Flüchtlingsströme beobachten und lenken. Die ZSH können außerdem radioaktive Strahlung aus der Luft messen sowie Spezialisten und Material transportieren.

In Friedenszeiten gestattet der Bund den Ländern, die Helikopter im Luftrettungsdienst zu nutzen. Und das nicht ohne Grund: „Nur erfahrene und perfekt aufeinander eingespielte Teams können im Ernstfall auch schwierigste Herausforderungen meistern. Das gilt für Notfälle im Alltag, aber auch die schlimmste anzunehmende Katastrophe: den Krieg“, sagte BBK-Präsident Unger bei der Jubiläumsveranstaltung in Bonn. „Ohne Unterstützung aus der Luft wäre der Zivilschutz nicht komplett.“

Unfall mit dem Mountain Bike

Die Spezialfähigkeiten der ZSH kamen an einem Donnerstag in den Osterferien auch Tom Joshua Schiffko zugute: Der 14-Jährige war mit seiner Schwester und seinem besten Freund in einem Waldstück in der niedersächsischen Gemeinde Edemissen Mountain Bike gefahren. Er fuhr über eine Wurzel, überschlug sich und blieb verletzt liegen. Freund und Schwester haben schnell reagiert: Sein Freund blieb bei ihm, während seine jüngere Schwester Lilly Hilfe holte. Eine Spaziergängerin leistete Erste Hilfe und verständigte die Leitstelle. Als ausgebildete Krankenschwester konnte die Frau die Lage gut überblicken. Es war klar: In dem unwegsamen Gelände muss ein Rettungsteam mit Helikopter helfen. So startete Christoph 4 vom Luftrettungszentrum (LRZ) Hannover aus zum 800.000 Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers. Das LRZ ist an die Unfallchirurgische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) angeschlossen und wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben. Die Zählung der Einsätze startete 1971, als der Bund begonnen hat, spezielle Helikopter für den Zivilschutzfall vorzuhalten. Die Crew des Helikopters fand die Unfallstelle, half schnell und brachte Tom Joshua mit einem komplizierten Armbruch in die Kinderklinik. Dem Patienten geht es wieder gut, er konnte seinen Flug sogar genießen.

Teamwork in luftiger Höhe

Bei der Luftrettung in den ZSH arbeiten ganz unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammen: die Notärztinnen und Notärzte werden häufig von dem jeweiligen Stationskrankenhaus und die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter von den Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren gestellt. Die Pilotinnen und Piloten aller ZSH kommen von der Bundespolizei, die auch die Wartung übernimmt. Bei dem Termin in Bonn würdigte auch der Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, Torsten Hallmann, die langjährige Zusammenarbeit auf den Helikoptern: „Es grenzt schon an ein Verwaltungswunder, dass so viele beteiligte Behörden und Organisationen so reibungslos zusammenarbeiten. Und das schon seit fünf Jahrzehnten. Vermutlich liegt es einfach an der guten Sache, für die wir uns alle gemeinsam engagieren.“

An folgenden Luftrettungszentren sind Zivilschutz-Hubschrauber in Deutschland stationiert:

• Christoph 2 Frankfurt am Main
• Christoph 3 Köln
• Christoph 4 Hannover
• Christoph 7 Kassel
• Christoph 9 Duisburg
• Christoph 12 Siblin
• Christoph 13 Bielefeld
• Christoph 14 Traunstein
• Christoph 17 Kempten
• Christoph 29 Hamburg
• Christoph 34 Güstrow
• Christoph 35 Brandenburg
   
 
  Bildnachweis: © helipictures.de
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